Maut und Versicherungen im Jahr 2015

AutoversicherungAuch bei den Versicherungen kommt es zu zahlreichen Änderungen. Wir hatten dieses ja bereits kurz in unserer kleinen Übersicht angedeutet. Vor allem bei den gesetzlichen Versicherungen steigt die Beitragsbemessungsgrenze. Also die Grenze, bis zu deren Höhe vom Bruttolohn Sozialabgaben fällig werden.- Betroffen sind davon die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherungen. Gleiches passiert auch bei den gesetzlichen Krankenkassen. Auch dort steigen die Bemessungsgrenzen als auch die Pflichtgrenzen, ab der Arbeitnehmer in die private Krankenversicherung wechseln dürfen oder dort verbleiben können.

Rentenversicherung – Sinkende Beiträge

Derzeit ist die Rentenkasse gut gefüllt. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt von 18,9 auf 18,7 Prozent. Dabei tragen jeweils Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Hälfte. Allerdings steigt im gleichen Atemzug der Beitrag für die Pflegeversicherung. Von 2,05 auf 2,35 Prozent. Unter dem Strich müssen Arbeitnehmer also mehr bezahlen als zuvor. Getreu dem Motto: Kürze das Eine und erhöhe das Andere um ein Vielfaches.

Gesetzliche Krankenversicherung mit individuellen Beiträgen

Probleme könnten auch die gesetzlichen Krankenversicherungen im Jahr 2015 bereiten. Kassenpatienten bezahlen zwar dann nur noch den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % (50 % Arbeitnehmer, 50 % Arbeitgeber) und der Sonderbeitrag (0,9 Prozent) entfällt ganz.- Eine gute Nachricht, wären da nicht die individuellen Zusatzbeträge, die nun von den gesetzlichen Kassen erhoben werden dürfen. Insgesamt dürfte die gesetzliche Krankenversicherung damit teurer im Laufe des Jahres werden, als im Jahr 2014. Wir raten unbedingt zu einem Vergleich.

Elektronische Gesundheitskarte wird Pflicht

Die umstrittene elektronische Gesundheitskarte wird ab 2015 Pflicht. Wer diese nicht (innert einer Frist von 10 Tagen) vorzeigen kann, muss den Arzt privat bezahlen.

Rente – Höhere Abzüge möglich

Auch die Rente, besser gesagt die steuerlichen Optionen ändern sich mit 2015. Die jährlichen Sonderausgaben, die bei der Steuer in der Rentenversicherung in Abzug gebracht werden können, steigen 2015 an. Maximal sind dann 16.000 Euro gedeckelt, die bei der Steuerabrechnung in Anspruch genommen werden können.

Betriebsrente im Plus

Nicht nur bei der gesetzlichen Rente auch bei der Betriebsrente wird es im neuen Jahr einige Änderungen geben. Vier Prozent dürfen Arbeitnehmer in eine Direktversicherung einzahlen. Diese Zahlungen bleiben steuer- und sozialabgabenfrei. Die betriebliche Altersvorsorge ist in vielen Fällen an die Beitragsbemessungsgrenzen (siehe Anfang Artikel) gekoppelt. Dadurch steigt der steuer- und sozialabgabefreie Einzahlungsbetrag auf 2904 Euro jährlich (vorher: 2856 Eur.).

Maut als Unsicherheitsfaktor

Die Maut kommt. Für die Regierung wird die Maut in den kommenden Jahren ein gutes Einnahmepolster werden. Zwar sehen die Pläne vor, dass eine Kompensierung mit der Kfz-Versicherung erfolgen soll, aber diese Pläne belaufen sich nur auf die Anfangszeit. Es gilt damit als sicher, dass in den nächsten Jahren sowohl Maut als auch Kfz-Versicherung steigen werden. Im Endeffekt wird die Maut damit spätestens ab 2020 zu einem erheblichen Unsicherheitsfaktor und für eine weitere Einnahmequelle der Bundesregierung. Autofahrer sollten sich also bereits jetzt darauf vorbereiten.

 

Bild Quelle: Autoversicherung © Schlierner